2012 Januar

 

Aus der Reihe 'Fotografenweisheiten im Praxistest':

Was ist dran am oft gelesenen Kritikpunkt

'Etwas zu spät ausgelöst - Zug fährt aus dem Bild!'

Ganz ehrlich und unter uns gesprochen:

Bisher hielt ich dererlei in Foto-Foren häufig angetroffene Aussage lediglich für ein Sinnbild, mit dem sich obendrein der wahre Connaisseur goldener Schnitte und ansprechender Bildgestaltung zu erkennen gibt.

Mit feiner rhetorischer Klinge zerlegt dieser Kritikpunkt die Fotografengemeinde regelmäßig in zwei Hälften:

Die, die es offenbar drauf haben - und die, die einfach drauf halten.

Was niemand wusste: ein offiziell anerkannter Nachweis über die Gültigkeit von 'Zug fährt aus dem Bild' steht bisher noch aus, zumal ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, woher ein Zug wissen sollte, wie groß das Sucherbild ist.

Hilft alles nix - aber ein objektivierter Praxistest sollte Licht ins Dunkel bringen. Der geniale Versuchsablauf gestaltete sich hierbei wie folgt:

Ganz normal an den Schienenstrang stehen und auf einen Zug warten. Die Stelle definieren, an der man normalerweise den Auslöser drückt.

Jetzt kommt's: erreicht der Zug den standardmäßigen Auslösepunkt, drücken sie nicht ab, sondern schließen sie die Augen und warten zwei Sekunden. Nun weiß weder der Zug noch sie, wo das Bild zuende ist.

Jetzt auslösen!

Bei immer noch geschlossenen Augen Kamera ausschalten, sofort nach Hause fahren und die RAW-Datei am Konverter ausbelichten.

Unglaublich trickreich, oder nicht?

Und jetzt schauen sie sich bitte an, welches erstaunliche Resultat dieser Versuch an's Tageslicht beförderte.

Der Zug fuhr tatsächlich aus dem Bild. Ich halt's nicht aus!

Sie halten es wahrscheinlich ebenfalls kaum aus. Ich vermute jedoch, dies liegt eher an meiner Kommentierung...   ;-)

 

 

 

 

 

 

28. Januar 2012

Parallelschaltung - der fantastische DuskShot

Ich weiß, ich weiß...

...die auf dieser Homepeitsch eingestellten Bilder sind grenzwertig in den Dimensionen, und das zugrunde liegende Dilemma altbekannt.

Ich spekuliere jedoch frohen Mutes auch weiterhin darauf, dass früher oder später auch der letzte Röhrenbildschirm seinen Kathodenstrahl aushaucht, und FullHD zum wohlverdienten Standard in der Betrachtungs-Szene erhoben wird ;-)

Zum Bild:

Pünktlich zum Beginn der bläulichen Stunde treffen sich verschiedenste 'Mobilgeräte' auf ein schummriges Stelldichein.

Mal wieder ganz typisch: beginnende Eintrübung folgt den zurück gehenden Temperaturen auf dem Fuße.

Immer wieder erstaunlich: die Anpassungsfähigkeit des menschlichen Auges. Denn während die Dämmerung im wahrsten Sinne des Wortes 'unmerklich' voran schreitet, muss an der Kamera fast minütlich die Blende um eine weitere Stufe geöffnet werden.

Aufnahme bei Amstetten(Württ.). Zum besseren Betrachten Vollbildmodus (Funktionstaste F11) drücken.

 

 

 



 

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