(D)amphetamin
Obwohl ich die HochZeit (nicht Hochzeit) der Dampflokomotiven leicht verfehlt habe, übt der Anblick dieser eisernen Ungetüme eine magische, geradezu aufpuschende Wirkung auf mich aus. Woran könnte das liegen?
Zugmaschinen der Generation 2011 sind alle mehr oder weniger nett anzusehen, und bei gelungener Werbe-Beklebung in Fuzzykreisen sogar heiß begehrt - leiden aber unter einem kleinen 'Mangel':
Es ist ihnen nicht anzusehen, was in ihnen steckt!
Im Gegensatz hierzu ist es bei Dampflokomotiven im wahrsten Sinne des Wortes offensichtlich, dass ihr Dasein nur einem einzigen Zweck dient, nämlich der Verrichtung von mechanischer Arbeit.
Besonders faszinierend: die Art der Energiebereitstellung, die hierzu notwendig ist, lässt sich auch ohne wikipedia & Co herleiten, es genügt die Beobachtung einer fahrenden Dampflokomotive sowie eine Portion gesunder Menschenverstand und etwas technisches Basiswissen.
Durch Verbrennen von Kohle oder Öl erzeugt man Wärme, mit der man Wasser erhitzt. Den dabei entstehenden (Dampf-)Druck lässt man dann getaktet auf eine sinnige mechanische Vorrichtung einwirken (Kolbenmotor-Prinzip), die diese Energie auf die Laufräder übertragt.
Fertig ist der Lack!
A propos 'wikipedia & Co': nie war es einfacher, sich 'Wissen' zu beschaffen - und nie war es offensichtlicher, dass Wissen und Intelligenz zwei Paar Stiefel sind ;-)
Dazu braucht man sich nur die unzähligen Webfails auf facebook und Konsorten anzuschauen. Bedeutet das zwangsläufig, Internet macht blöd? Selbstverständlich nicht! Menschen waren zu jeder Zeit zu einem gewissen Prozentsatz (oder unter bestimmten Umständen) dämlich...
...nur haben diese Zeitgenossen (mich eingeschlossen) nun Dank Internet die Möglichkeit, sich weltweit zu offenbaren...
...und dies mit nahezu unbegrenztem Haltbarkeitsdatum ;-)))
Aufnahme am Vormittag des 09. September 2010 bei Kuchen. Zur besseren Ansicht Browser mit Taste F11 auf Vollbildmodus schalten.

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