Tarnkleid
Mein lieber Herr Kokoschinski, viel fehlt ja nicht mehr zum Suchbild.
Wäre die 152er nicht in verkehrsrot gehalten, müsste man zweimal hinschauen. In dämmriger Stimmung sind die Öler hervorragend an ihre Umgebung angepaßt. Dunkle und helle Streifen imitieren kahles Gehölz und schneebedeckte Flächen bzw. hell gehaltene Häuserfronten.
Aufnahme Januar 2011 bei Halzhausen

Down Under
Unbeständiges Rückseitenwetter herrschte am 30. Mai 2009, als dieses Bild aus der Vogelperspektive (brütende Ente) entstand. Der etwas hellere Himmel am Horizont kündigte leider keine Besserung, sondern vielmehr den nächsten Regenschauer an.
Aufnahme bei Gingen(Fils)

Back 2 Life im unteren Filstal
Ein wunderschönes Frühlingserwachen herrschte am 25. April 2009 bei Süssen.
Während es sich Vesna auf einer Picknickdecke in der Blumenwiese gemütlich machte, entdeckte ich einen Baum, dessen Besteigung meiner Schätzung nach eine tolle Perspektive ergeben sollte - und dies auch tat.
Kaum oben angekommen, überraschte ein im Filstal bisher nie gesehener Taurus. Also manchmal laufen die Dinge einfach zweispurig bergauf. Was will man da noch mehr?
Diese Aufnahme wurde mit Bedacht zum jetzigen Zeitpunkt in die Rubrik 'Bild des Tages' eingestellt...
...denn es gibt noch einen weiteren altgedienten Klettermaxe hier im Filstal, und eben jenem gelang vor kurzem aus exakt dem gleichen Blickwinkel ein toller Fang. Sein wunderschönes Gastbild hierzu können wir unter Eisenbahn Januar 2011 bestaunen.

Alice im Wunderland
Alice kennen die meisten von uns nur noch als leicht bekleidete brünette Dame, die in Zeitlupe und barfüßig durch ein steril weißes Studio tänzelt, dabei dämlich grinst und ansonsten die Fresse hält...
Ich finde, ein zeitgemäßes Frauenbild sieht anders aus, und ob sich die Männerwelt lediglich mithilfe 'durchsichtiger' Manipulation zu einem neuen Internet-Provider überreden läßt, bleibt ebenfalls fragwürdig ;-)
Das Tolle am vorliegenden Bild hingegen: auch wenn es den Anschein erweckt, als ob hier etwas zuviel gebastelt wurde, hier ist alles authentisch.
Auch die reale Welt kann zuweilen märchenhaft schön erscheinen - man muss nur hinschauen.
Aufnahme bei Gingen. Mai 2010

Dill lohnt sich
Mit diesem Slogan wirbt eine junge und aufstrebende Discount-Kette, die sich auf den Verkauf von Gurkensalatkräutern spezialisiert hat.
Morgenstimmung im Geislinger Gewerbepark. Schön anzusehen ist der vom Gegenhang erzeugte harte Terminator zwischen Sonne und Schatten. Noch interessanter ist der dunkle Streifen am oberen Bergrand. Dort fehlt der am Untergrund liegende Schnee als 'optischer Aufheller'.

Sunset Boulevard
Am Abend des 27. Mai 2010 schaut die Sonne unerwartet auf einen kurzen Sprung bei Salach vorbei.
Ich habe nicht die geringste Ahnung, was den ansonsten bedeckten Himmel dazu veranlasste, den freien Streifen quer über den Horizont für diese tolle Lichtstimmung zu basteln.

Wir wissen nicht, was dieser freundliche Apotheker gegen Schneeblindheit empfiehlt, ich empfehle dieses Hammer-Sommerbild.
Das ist ja alles gut und schön zur Winterszeit, nur ist die weisse Pracht so unbunt.
Farbe fehlt bei dieser Szenerie ganz gewiss nicht, und ein hoher Sonnenstand - gepaart mit relativ kühler Luft - ist ein sicherer Garant für einmalige Dynamik in der Atmosphäre.
Aufnahme vom Sommer 2010 bei Geislingen/West. Um die Spannung zu erhalten, wurde auf geometrische Entzerrung verzichtet.

Mit vielen Grüßen aus Gingen,
Dein Josera-Zügle
Also wenn diese Szenerie nicht das Zeug zum Postkartenmotiv hat!
Während man am Boden über die Hitze stöhnt, und der Fotograf über das sommerliche Hochlicht weint, mache ich es mir im schattigen Geäst eines kleinen Baumes gemütlich.

18 Monate jung und schon Geschichte
Eine niegelnagelneue E37 zog dereinst mit einiger Regelmäßigkeit eine kleine Garnitur von Amstetten(Württ.) in Richtung unteres Filstal...
...und ward schlagartig nie wieder gesehen - zusammen mit sämtlichem restlichen Fuhrpark aus dem Hause Veolia. Schade.
Beim folgenden Lokporträit habe ich als 'Rahmung' einen Masten sowie rechterhand Mutti Natur leicht missbraucht.

Aus (Nikon-)Gründertagen
Ein feuchtwarmer Abend bei Vorderdenkental.
Oops... Masten abgeschnitten. Eine Katastrophe. Warum eigentlich? Ganz einfach: einer plappert's vor, die anderen plappern nach ;-)
Kleiner Exkurs: wenn Sie am Abschneiden sind, beachten Sie zwei Dinge. Schneiden Sie so harmonisch wie möglich ab. Ordnen Sie dem Abgeschnittenen zwar einen würdigen Platz im Bild zu, aber keine Bedeutung! Wie geht das? Nun, im vorliegenden Fall werden Ihre Augen durch den Schienenstrang fast zwangsläufig in die Bildmitte geführt. Schlecht wäre es, wenn Sie der Bildaufbau über den abgeschnittenen Mast hinaus in's Leere führt (wo Sie dann evtl. die Orientierung verlieren und verhungern müssen).
Rätselfrage: was fällt Ihnen beim Betrachten auf? Auflösung siehe unten...

Auflösung:
1) haben Sie den Fotografen im Hintergrund erkannt? Selbiger hat offensichtlich gerade seine Aufnahme des Tauri-Gespanns gründlich (und schuldlos) verkackt. Der ganz normale Fotografenalltagswahnsinn ;-)))
2) haben Sie die fatalen Verwerfungen in der Gleisbettung im Vordergrund erkannt? Die Strecke steigt in Fahrtrichtung Ulm deutlich an, und die Schräglage des Schienenstrangs ist für eine bestimmte Geschwindigkeit optimiert. Wer zu schnell einfährt belastet das Aussengleis, und wer zu langsam einfährt (Bauzug & Co.) belastet das Innengleis - und das auch noch unter Zugkrafteinleitung.
Das geheimnisvolle Gurgelhau-Fünfeck
Auch im Sommer 2009 forderte dieses sagenumwobene Areal erneut unzählige Opfer.
Laut Zeitungsberichten verschwanden allein in den Monaten Juni bis August 4 Traktoren, 2 Fotografen, 17 Frisbees, 273 Maiskolben, 5 Bumerangs (Bumeränge?), 3 Wildsauen, 10 Forstbeamte, 1 Wandergruppe aus dem oberschwäbischen Kleinkötz und 3 Neuntöter.
Letztere verstarben allerdings nur beim vergeblichen Versuch, die gefangenen Insekten an den Maiskolben aufzuspießen. Ornithologen forden seither ein weltweites Maisanbau-Verbot.

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