2012 Januar Teil 4

 

14. Januar 2012

Ein total läppischer Tag im Leben eines oft ebenso läppischen Coloristen.

Oma vor prächtiger Kulisse

In winterlichen Hochdrucklagen ein immer wieder gern beobachtetes Phänomen: sobald die tiefstehende Sonne ihre Kraft verliert (schon ab 15 Uhr) und die Strahlungsbilanz ins Negative abdriftet, quittieren das die bodennahen Luftschichten auf dem Fuße...

...meist mit Eintrübung ;-)

Schade eigentlich. Dafür durfte ich mir einen abbrechen, um den entfernt liegenden Gebirgszug aus der völligen Kontrastlosigkeit zu retten.

Und wer dankt's einem? Niemand... am allerwenigsten Oma, denn die hat andere Sorgen. Vermutlich gerade mit dem traditionellen Spaziergang nach Kaffe & Kuchen beschäftigt, kämpft sie offensichtlich mit einem dieser teuflischen kleinen Körnchen, die sich so fies in den Zahnzwischenräumen verklemmen.

Ich sag's ja immer: Heidelbeerkuchen - Fluch und Segen zugleich ;-)

 

 

Dead and gone

Wenig los? Zweifelsohne, aber es hätte schlimmer kommen können, denn...

...wie mag es hier wohl erst an einem Sonntag aussehen ;-)

Aufnahme in Weißenhorn. Textzeile in enger Anlehnung an De Phazz (Hero Dead and Gone).

 

 

Kreisbogen

Helmut Newton hatte wohl recht, denn es ist in der Tat unglaublich, welchen ästhetischen Reiz wohldimensionierte Kurven ausstrahlen.

Wenn sie dann obendrein auch noch (scheinbar hilflos) dem 3D-Expander 'Licht & Schatten' ausgeliefert sind, gibt's kein Halten mehr.

Ich schweife ab... kann das sein? Zurück zum Bild:

Zwischen Memmingen und Kempten überquert die OA19 unweit Moos den Schienenstrang. Am linken Bildrand ist ein weiterer Bahnübergang erkennbar.

Ich finde Bahnübergänge schlichtweg faszinierend. Noch interessanter ist aber, wie die Telekompression dem Betrachter (inkl. mir selbst) einen deutlich kleineren Kurvenradius vortäuscht, als tatsächlich vorhanden.

Ich war bass erstaunt, als ich den Standort auf google mäps... google mäbz... mäptz...

...auf einer Landkarte verifizieren wollte, und zunächst (anhand meiner Aufnahme) nach einem ausgeprägten Gleisbogen suchte.

Es kam zwar nichts des Weges, dafür flog ein Schwarm Krähen quer über den Himmel. Als ob die das gewusst hätten. Wahnsinn! Dennoch eine Rüge, denn unter einer geordneten Samstagnachmittags-Flugformation stelle ich mir etwas anderes vor.

Offensichtlich hat der pubertierende Abraxas keine Lust mehr auf Familienausflug und sucht sein Seelenheil in einer Zwischenlandung im feuchten Acker...

...oder aber er ist schlichtweg aus der Übung. Tja, das kommt davon, wenn man tagein tagaus auf den Schultern der 'kleinen Hexe' (tolles Kinderbuch!) sitzt und schlaue Sprüche klopft...

 

 

 

 

07. Januar 2012

Aus purem Jux an der Tollerei:

1/125s bei 150mm an APS-C - frei Hand - ohne Bildstabi - im Schummerlicht

Kennt ihr das: man steht auf gut Glück eine (gefühlte) halbe Ewigkeit an der Strecke, während einen zunehmend der Eindruck beschleicht, die komplette Menschheit ist auf einen anderen Planeten umgezogen?

Wo steht denn das Schild 'Heute Ruhetag'?

Immerhin: zum Ausgleich weht mir ein eiskalter Westwind ins Gesicht. In solchen Momenten ist es nur eine Frage der Zeit, bis ich alles knipse, was nicht bei Drei aus dem Sucher flüchten konnte...

...im vorliegenden Fall ein Steuerwagen. Stehend** und ohne Stabi abgeschossen, wirft das Ergebnis in Nachhinein ein Rätsel auf. Wieso ist keine Bewegungsunschärfe erkennbar?

Bei einer Geschwindigkeit von 110 km/h legt der Zug etwa 30 Meter pro Sekunde zurück. Bei einer Belichtungszeit von 1/125s folglich fast 38 Zentimeter - also eine komplette Unterarmlänge.

Warum ist der Steuerwagen dann dennoch scharf? Zittern in Fahrtrichtung? Telekompressions-Effekt? Keine Ahnung!

** wenn sie noch auf der Suche nach einer wackelarmen stehenden Position sind, folgender Tipp: beobachten sie Biathleten.

 

 

 

 

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