2011 November Teil 2

05. November 2011

Aus der Reihe 'Ich über mich':

Deppen bei der Arbeit

Eigentlich hätte hier ein Bildtitel wie 'Unsere kleine Dreckbratze bei der Heimfahrt' stehen können, aber ich hab mal wieder den Vogel abgeschossen, und das ging so:

Im Vorfeld des Eislinger Bahnhofs sind Schwellen in 6 rechtwinklig zueinander stehenden Lagen gestapelt. Das dabei entstehende Gebilde hat folglich eine Grundfläche von etwa 2 Meter auf 2 Meter und ist rund 1,5 Meter hoch.

Im unten gezeigten Bild hab ich selbigen Stapel als Vordergrund integriert.

'Ein toller Aussichtspunkt' dachte ich mir und stieg auf. In der Tat hatte man von dort oben eine schöne Perspektive...

...und zum besseren Genießen lege ich doch gleich mal Kamera und Milchkaffee-Nuckelflasche auf den Schwellen ab.

Mitten im Runterbeugen macht es plötzlich Piff... Paff... Puff... Kratz... Rempel... Stoß... so hört es sich an, wenn ein Handy aus einer Jackenaußentasche fliegt und sich durch alle 6 Lagen Schwellen auf den Boden kämpft.

'Leck mich am A...' wollte ich gerade anfangen zu denken, da machte es Pling... Schepper... Klong... Rassel... Klingel... Kläpper... denn so hört es sich an, wenn aus der anderen Außentasche ein Schlüsselbund mit allen lebensnotwendigen Schlüsseln fliegt und sich tapfer bemüht, das Handy noch zu überholen...

Was für eine Scheiße!

Wohnung völlig außer Reichweite, Auto in Reichweite, aber nicht fahrbar, und anrufen konnte ich auch niemanden.

Sollte ich den Rest meines Lebens hier verbringen, würde ich mit den 250ml Milchkaffee und 8 Zigaretten sehr arg haushalten müssen... keine gute Option.

Schlüssel und Handy lagen mitten im Schwellenstapel auf dem Boden - in etwa 80 cm Tiefe. Also besann ich mich auf meine  Vorfahren und bastelte mir ein Werkzeug. Ein gut 1 Meter langer Stock wurde komplett von allen Ästen befreit. Nur am dicken Ende ließ ich einen starken Ast etwa 6 cm stehen.

Dann schob ich den Stock mit dem dicken Ende voraus durch die engen Gasse zwischen den beiden Schwellen, die mein Hab und Gut versteckten. Der Stumpf des Astes fungierte beim Herausziehen des Stocks wie ein Widerhaken.

Mit dieser Technik konnte ich Handy und Schlüssel in mühsamster Fitzelei und Stück für Stück in meine Richtung 'kratzen'. Die Kunst dabei war, das Handy nicht unwiederbringlich unter eine Schwelle zu schieben.

Nach etwa 20 Minuten waren beide Gegenstände wieder glücklich in meiner Jackentasche gelandet...

...und mir fielen 16 Tonnen symbolische Last von den Schultern.

Leute Leute Leute. Ich sag's gern nochmal: Deppen bei der Arbeit ;-)

 

Aufnahme mit dem am kurzen Ende unglaublich leistungsfähigen Sigma 120-400.

 

 

 

Werbung, die keiner braucht...   nur EIN Spot...   bleiben sie dran...

 

 

 

 

01. November 2011

Aus der Serie  THE UNREAL-FILES.

Aus Wirklichkeit mach' Spielzeug...

Meine kleine Modelleisenbahn

Den TiltShifter quer durch's Bildchen eine pseudo Makro-Schärfentiefe rechnen zu lassen, dauert wenige Augenblicke.

Danach aber alle dabei entstandenen logischen Fehler zu eliminieren, dauert... naja... das wollt ihr nicht wirklich wissen ;-)

Großer Aufwand rechtfertigt keinesfalls gutes Gelingen, und es interessiert den Betrachter in aller Regel einen feuchten Kehrricht, ob und wie mühsam sich der Weg zum Endergebnis gestaltet hat.

Folglich gilt: findet der Betrachter ein Bild scheiße, kann man sich schwerlich mit 'Aber hey, ich hab Stunden für diesen Scheiß gebraucht !' heraus reden ;-)

Hier finde ich das Ergebnis allerdings wirklich gelungen, und es entsteht tatsächlich ein modellhafter Eindruck.

 

 


 

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