2011 März Teil 2

13. März 2011

Auch mal über den Tellerrand schauen

Hab ich gemacht, und was soll ich sagen: kalt, langweilig, trüb, farblos und offensichtlich lebensgefährlich.

Es ist auch nicht besonders klug, bei Ostwetterlage das Filstal zu verlassen, um auf bessere Bedingungen im Donauried zu hoffen.

Wer öfter auf der A8 unterwegs ist, kommt nach sternenklarer und windstiller Nacht beim 'Eintauchen' in die Flussniederungen häufig in den Genuss, innerhalb von Sekunden zwei verschiedene Welten zu durchfahren.

Ich empfehle hierfür das Gebiet zwischen Ober- und Unterelchingen. Eben noch strahlende Morgensonne - im nächsten Moment sieht man dauerhaft die Hand vor Augen nicht mehr ;-)

Aufnahme bei Leipheim

 

Die Steigerung

Die tiefhängende Wolkenschicht wurde immer dicker, weshalb sich zur allgemeinen Tristesse auch noch ausgeprägter Lichtmangel gesellte.

Durch mehrstufige Verbiegung der Tonwertkurven gelang es, die Vergrauung unter dem tatsächlichen Seheindruck zu halten, und gleichzeitig das omnidirektional fehlende Licht ohne Absaufen in den Tiefen darzustellen.

Tja, auch das (und gerade das!) ist der Alltag. Dennoch freue ich mich ungemein auf den Frühling mitsamt den entsprechenden Colorbildern.

Demnächst ist es soweit... versprochen!

 

 

12. März 2011

Zweimal Blau macht Spass wie Sau (Teil 1)

Heute ging es zurück zu den Wurzeln. Das bedeutet: Foto ins Auto, irgendwo hinfahren, irgendwo hinstehen und warten, dass vielleicht irgendwas interessantes kommt.

Offensichtlich wird Planlosigkeit mitunter auch belohnt.

Hey, das ist ja fast wie im richtigen Leben: wer keinen Plan hat, muss auch keine Prognose erstellen und, fast noch wichtiger, muss auch hinterher nicht erklären, warum sowohl Plan als auch Prog weit weg vom IST lagen.

Aufnahme am Bahnhof Geislingen/Steige

 

 

Suppenzoom trifft auf Transcereales

Mmmmh, der 1955er Burger schmeckt echt lecker. Blöd nur, dass Transcereales darauf nicht die geringste Rücksicht nahm und sich hier bei Eislingen auf dem Aussengleis anschlich, um diverse Überholungen zu ermöglichen.

Das 18-200er liefert unter Feldbedingungen weit bessere Ergebnisse, als es die Laborwerte vermuten lassen, vor allem, wenn man die Schwächen umschifft.

Das bedeutet im Umkehrschluss: fehlt die Zeit, die Durchhänger-Klippen durch Wahl der passenden Einstellungen zu minimieren, kommt auch Entsprechendes bei raus.

Ich finde, ein schönes Bokeh und Rand(un)schärfe sehen anders aus ;-)

Egal, das beste Objektiv ist immer jenes, welches am Gehäuse steckt. Die Alternative wäre gewesen, den Zug vorbeiziehen zu lassen...

...das geht ja gar nie überhaupt sehr arg nicht!

Hinweis: im konkreten Fall hätte Blende 10 viel geheilt.

Offenblende 7,1 (prustendes Schenkelklatschen an dieser Stelle ausdrücklich erlaubt) is ne gut.

 

 

Zweimal Blau macht Spass wie Sau (Teil 2)

Albatrosse werden bis zu 12 kg schwer und erreichen Flügelspannweiten von über 3,5 Meter. Auffallend ist hierbei die geringe Profildicke und die extreme Streckung (Verhältnis von Spannweite zu Flügeltiefe).

Diese Flügelgeometrie ermöglicht durch den geringen induzierten Widerstand extreme Gleitzahlen, benötigt dafür im Gegenzug aber eine hohe Grundgeschwindigkeit, um Auftrieb zu erzeugen.

Kein Wunder also, dass Start (und vor allem Landung) beim Albatros in der Regel nicht für Schöngeister geeignet sind. Nach dem ersten Bodenkontakt verwandelt sich der majestätisch gleitende König der Lüfte häufig in ein sich überschlagendes Knäuel Federn, Fleisch und Hohlknochen ;-)))

Auch der hier im Bild festgehaltene Albatros glänzt durch hohe Gleitzahlen, entzieht sich aber gewichtsbedingt jeglichen Flugmanövern...

...und das ist auch gut so!

 

 

In vorauseilendem Gedenken

Die vormittägliche Sonne scheint in staubtrüber Luft mal wieder mitten ins Gesicht, als 189 002-9 mit dem Einkehrschwung in das Geislinger Hufeisen beginnt.

Wie lange werden solche Bilder noch möglich sein? Seit geraumer Zeit droht der apokalyptische Lärmschutzreiter.

Speziell an dieser Stelle bin ich sehr auf die Effektivität von Schutzwänden gespannt. Ich hege den Verdacht, dass die talwärts angebrachte Wand den Lärm hervorragend in Richtung Steilhang refektiert, welcher wiederum in den gesamten Talkessel streut.

Man wird sehen bzw. hören...

 

 

 

06. März 2011

The EagleEyed Man

Ich stand unzweifelhaft nicht exponiert, ganz im Gegenteil: zwischen Bergen aus Kleinholz (vom kürzlich erfolgten Freischnitt) und einem überdachten Fahrrad-Stellplatz 'legte' ich mich auf die Lauer...

...und war nicht schlecht erstaunt, als ich bei der Bildanalyse am heimischen PC die zum Gruß erhobene Hand des Tf entdecken konnte (Grüße zurück!).

Das nenne ich Weitsicht!

Aufnahme bei Süssen.

 

 

Fernzug

...denn aus der Ferne kriegt man mehr auf's Bild, und es wird eines deutlich: nicht alles, was aus Metall gebaut, steht auch im Lot. Kippelt etwa die bundesweite Stromversorgung?

A propos...

Verehrte Parteifreunde, liebe Wählerinnen und Wähler,

unsere AKWs sind sicher! Aus diesem Grunde schalten wir einige davon sicherheitshalber ab. Zu groß ist beispielsweise die Gefahr eines Erdbebens im Hohenzollerngraben mit anschließendem Tsunami, der (Dank nichtlinearer Rückkoppelung ohne Energieverlust als Soliton) den Fluß hochläuft und sich dann in Neckarwestheim an den morschen Kernbrennstäben austobt.

Und jetzt wählt uns endlich!

Leute Leute Leute, mir scheint, vor allem Schiefstände informativer Art mutieren langsam aber sicher zum Zeitgeist.

So, das musste jetzt mal sein ;-)

 

 


 

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