05. März 2011
Das find' ich prima!
Mit vielen Grüßen an das Fotografen-/Filmteam ;-)
Vielleicht sieht man sich mal wieder am Schienenstrang.
SUBLEVEL
...oder 'wie gewöhnen wir dem Taurus das Spiegeln ab'.
Diese Baureihe ist bei Fotografen besonders beliebt. Das liegt schon allein daran, dass durch die abgerundete Lokfront garantiert eine Hand voll Sonnenlicht über den passenden Reflektionswinkel seinen Weg ins Objektiv findet.
Garantiert? Keine Regel ohne Ausnahme, und daher verbinden wir heute das Angenehme mit dem Nützlichen und schießen aus dem Untergrund.
Garantiert reflektionsfrei und dazu noch sehr dynamisch.
Aufnahme bei Gingen

Sandwich
Die Mädels sind hier nur optisch freigestellt, hee hee heeee...

Der räumliche Doppeldiesel oder 3D ganz ohne Spezialbrille
Heute sparen wir uns sämtliche Investitionen in überteuerte Gerätschaften und genießen hausgemachte Dreidimensionalität.
Mithilfe der 'von Hoppenstedt-Lilienkrohn'-Bildaufbereitung und unter besonderer Berücksichtigung des 'Nakayashi-Shimura'-Farbraumtheorem wurde diese Aufnahme des Feinstaub-Doppels entsprechend in Schale geworfen (das glaubt ja kein Mensch).
Und so einfach geht's:
Betrachten Sie das Bild aus ca. 40 cm Entfernung, idealerweise in schummriger Zimmerbeleuchtung.
Verdecken Sie ein Auge mit der Hand (für Piraten und Zyklopen ist dieses Experiment nicht geeignet).
Kopf nicht mehr bewegen! Nur das Auge darf 'wandern'.
Nach wenigen Sekunden werden Sie bemerken, wie sich die Loks vom Hintergrund abzuheben beginnen.
Beachten Sie beispielsweise die Abgashutzen oder die Dachpartie. Selbst die Stange im Bildvordergrund oder das Tigerenten-Schutzsignal erscheinen Ihnen 'zum Greifen nahe'.
Besonders heiß: lassen Sie Ihren Blick entlang der Wagenreihung 'in die Tiefe' gleiten.
Wenn Sie das verdeckte Auge wieder freigeben, werden Sie bemerken, wie ihr Sinneseindruck in die Zweidimensionalität zurückfällt. Das Bild wirkt schlagartig wieder flach.
Faszinierend, nicht wahr?
Hinweise: sollte es beim ersten Versuch nicht funktionieren, bitte nicht gleich weinend zusammenbrechen. Sollte es überhaupt nicht funktionieren, erzählen Sie es niemandem, insbesondere nicht ihrem Fahrlehrer oder Co-Piloten.

Justified & Ancient oder 'was will uns der Künstler damit sagen'?
Mit Künstlern ist das ja immer so eine Sache. Zum einem weiß ich bis heute nicht, an welchem Punkt solides Handwerk endet und Kunst beginnt, und zum zweiten hat jeder Mensch seine individuelle Sicht der Dinge.
Welche Interpretation trifft denn am besten auf das vorliegende 'Werk' zu?
Generationentreffen? Weiß ist heller als dunkel? Das Vergangene ist die Wiege des Neuen? ICE bei Süssen? Leben und Sterben im Filstal? Ein Sonnentag im März?
Keine Ahnung, denn alle Aussagen sind wahr. Vielleicht ist es das Wesen der Kunst, grundsätzlich(!) zum Nachdenken anzuregen - unabhängig davon, zu welcher Schlussfolgerung der Betrachter gelangt.
Wie auch immer: ich hatte einfach Spaß daran, unter Zuhilfenahme des an Ort und Stelle vorhandenen 'Mobiliar' neue Blickwinkel zu entdecken.

04. März 2011
Aus hohem Ansitz: 185 573-3 'Neubauer' im Filstal
Ist ihnen eigentlich auch schon aufgefallen, dass in letzter Zeit alles und jeder 'nachhaltig' daher kommt?
Steuerreformen, Wirtschaftswachstum, ja sogar das Gemüse stammt jetzt aus nachhaltigem Anbau.
Was steckt dahinter? Ein kluger Marketing-Gag? Ein strategisch brillanter Glaubhaftigkeits-Beschleuniger? Und bedeutet dies im Umkehrschluss, dass vorher alles oberflächlicher Mist war?
Tstststs... wie auch immer, ich weiß vor allem zwei Dinge:
- ein gewisser ex. Selbstverteidigungsminister hat in der Tat selbstverschuldet und nachhaltig verkackt
- weit besser als jede hohle Sprachhülse ist echte Leidenschaft, die von Herzen kommt
Diese Leidenschaft stellte mein verwegener und tollkühner Weggefährte Peter Rappold unter Beweis, als er nach mühsam erklommener Höhe seine Canone anbackte, um den sonnigen Filstal-Vorfrühling mitsamt seltenem Güterzug zu verewigen.
Peter, saubere Arbeit und herzlichen Dank!
Aufnahme bei Kuchen. Wie unschwer zu erkennen, herrschte zum Zeitpunkt der Aufnahme nachhaltig wolkenloser Himmel. Die Ackerflächen präsentieren sich Anfang März dagegen in nachhaltig toter Hose ;-)

02. März 2011
Das offizielle Eröffnungsbild für den Monat März
DB-Instandhaltung trifft auf ICE-Instandsetzung
Manche Konstellation ergibt sich nur einmal im Leben. Dank toller Vormeldekette wartete ich nach einem hektischen Feierabendsprint am Bahnhof Geislingen auf das Ereignis der Woche...
...und als ob die Abschleppfahrt eines ICE3 mithilfe einer sehr gepflegten 110er Bügelfalte (Grüße an den Tf!) nicht schon genug des Guten wäre, wartete just zum gleichen Zeitpunkt eine ebenfalls sehr seltene Sichtung auf Weiterfahrt.
Der aufgebügelte(?) Messzug Baureihe 719 bot die perfekte Steilvorlage für den Bildtitel.
Kurios: wer genau hinschaut, sieht auch das ICE-Zugende - als Reflektionsbild in den Seitenfenstern des Triebkopfes.
A propos 'reflektieren': liebe Damen, welche Gedanken gehen einem beim Betrachten des blitzblanken Patienten unweigerlich durch den Kopf? Ganz klar: eine tolle Verpackung ist nur die Hälfte wert, wenn die inneren Werte den Dienst versagen!
Nicht umsonst heißt es die ICE... die Schadensfall... die...
...ach, was weiß ich...
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