07. Juli 2011
Shelfcloud
Gegen Abend zieht ein unglaublich heftiger Schauer mit noch viel unglaublicherer Geschwindigkeit durchs Filstal, und produzierte an seiner Vorderseite einen wunderschönen Böenkragen (Shelfcloud).
Das funktioniert wie folgt: aus dem Niederschlagsgebiet strömt kalte Luft am Boden in Zugrichtung und hebt dabei die vor ihr befindliche schwülwarme Luftmasse nach oben. Diese wird mit Erreichung des Kondensationsniveaus als Böenkragen sichtbar.
Auffallend auch der markante Grünton im Niederschlagsgebiet. Diesen kann man bei tiefstehender Sonne und extrem wasserhaltigen Wolken (= Rotlichtkiller) öfters beobachten.
Menschenskinder, da müsste sich doch auch eisenbahntechnisch etwas draus machen lassen...
Aufnahme bei Gingen.

Das Eisenbahnbild zum Unwetter...
Apokalypse Now
Wie war das mit dem Grünton in sehr wasserreichen Wolken? Ich finde, die Hälfte hätte auch gereicht.
Bereits 10 Minuten nach Aufnahme des Böenkragen war das Niederschlagsgebiet am Standort angekommen. Weitere 8 Minuten später ging buchstäblich die Welt unter. Begleitet von heftigen Donnerschlägen öffneten sich sämtliche Schleusen bis zum Anschlag.
Beachten sie die schweren Tropfen an der Bahnsteigkante und das leicht überforderte Vordach links oben ;-)

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