26. Juli 2011
Rush Hour
Wer auf der Bocksbeutelstraße am Main entlang gondelt, der kann auf Höhe der Winzergenossenschaft Thüngersheim (nicht verwechseln mit Geiger & Söhne eK Weingut ;-)) den Blinker setzen und auf die Nordbrücke fahren...
...oder das gleiche Spiel ein paar Kilometer weiter in Himmelstadt treiben. Wie man's macht ist eigentlich egal, denn der mäandrische Flußlauf generiert viele Standorte mit großer Selbstähnlichkeit.
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Ich dachte eigentlich, die heimatliche KBS 750 sei eine Hauptverkehrsstrecke ;-)
Eines muss einem der Neid lassen: wer hier nicht glücklich wird, wird es nie. Buchstäblich im Blockabstand rollen von beiden Seiten Güterzüge, dass es eine wahre Pracht ist. Da der Fernverkehr über eine Neubaustrecke geleitet wird, unterbricht nur gelegentlicher Regionalverkehr die Taktung.
Unglaublich...

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Auch fern der Heimat trifft man auf liebgewonnene alte Bekannte.
Was könnte denn damit nun schon wieder gemeint sein? Etwa Bäume? Oder Brücken? Womöglich die 'alten' Fahrleitungsmasten???
Nein, die Rede ist selbstverständlich von den Rappold'schen Gleisbettverwerfungen - benannt nach dem lieben Kollegen Peter. Jener hatte dereinst das 'Glück', anläßlich eines Objektivtests unbeabsichtigt massive Verwerfungen mit auf's Bild zu bannen.
Man kann sich lebhaft vorstellen, welch' gemischte Gefühle bei der anschließenden Betrachtung am heimischen Monitor in der Fotografenseele aufkeimen ;-)
Ganz ohne Objektivtest wird die Voith Maxima ab der nächsten Sekunde ihre 6 Achsen darin baden dürfen.

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Alle Aufnahmen entstanden mit dem Nikkor 18-200. Zum Thema Zoom versus Festbrennweite werde ich demnächst noch ein paar Worte verlieren. Aktuell nur soviel: das beste Objektiv ist immer jenes, welches man dabei hat.
Vergeigt habe ich übrigens einige Aufnahmen aus einem ganz anderen Grund: beim spielen mit unterschiedlichen Brennweiten, Blenden und Belichtungszeiten vergaß ich in der Hektik des Verkehrs, alle Parameter korrekt nachzustellen ;-)

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In Abhängigkeit von den an der Sonne vorbei ziehenden Wolkentypen (und des Umfelds) wechselt an diesem Nachmittag nicht nur ständig die Lichtintensität, sondern auch die Farbtemperatur.
Aktuell herrscht starke Abschattung am Standort, während in östlicher Richtung blauer Himmel und angestrahlte Cumuli eine Dynamik erzeugen, die mit reiner JPG-Bearbeitung auch nicht mit bestem Willen in den Griff zu kriegen ist.
Interessant, wie sich das schmale Band des blauen Himmels entsprechend 'schmal' an der Lokfront oben links (im Radius) und oben rechts (an der Phase) spiegelt.
Hinweis: in Gegenrichtung ist schon wieder grün. Ich krieg die Krise! Fühlt sich aber gut an ;-)

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Habt ihr beim Autofahren auch manchmal das Gefühl, irgendwie schief zu liegen? Womöglich zu wenig Luft im vorderen Reifen auf der Beifahrerseite zu haben?
Nun, zumindest auf diesem Streckenabschnitt kann ich alle Verkehrsteilnehmer der rechten Spur beruhigen. Hier liegt die Ursache entweder am Fahrbahnbelag oder am Suppenzoom.
Ich persönlich tendiere selbstverständlich eindeutig zu Möglichkeit 1.
Hinweis: und kennt ihr auch das Faktum, dass man sein Auto hinstellen kann wo man will - früher oder später taucht es im Bild mit auf!?!?!

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