18. Dezember
Taurus gelb/silber & bunte Container
Mit vielen Grüßen an den unbekannten Tf! Ich nenne ihn einfach mal Captain Eagle-Eyed, denn bereits aus über 50 Metern Entfernung wurde ich schon mit freudigen Fernlichtzeichen begrüßt...
...und das will was heißen, denn mit meinen nicht mal 2 Metern Körpergrösse (und komplett schwarz gekleidet) bin ich ja quasi eins mit meiner Umgebung... ein Spezialagent... Fränky Bond in geheimer Missionarsstellung ;-)

God is a Modelleisenbahner
...oder wer sonst denkt sich solche Dioramen aus?
Die neue und die ehemalige B10-Überquerung geben sich kurz vor Amstetten(Württ.) ein modellgerechtes Stelldichein, und als ob das nicht genügte, bastelt der Herr im Himmel noch ein tolles Portal dazu und steckt diese niedlichen Schildchen links und rechts in den Bahndamm.
Sie meinen, dass ist doch alles von Menschenhand gemacht? Selbstverständlich, aber wir sind doch Teil seines Planes ;-)
Insofern würde ich mich, wäre ich Gott (und das ist durchaus möglich, denn wie sonst sollte ich Bemerkungen wie Mein Gott Frank, jetzt halt doch mal die Klappe! deuten?) köstlich darüber amüsieren, wie der von mir erschaffene Mensch seinerseits beginnt, die Welt, in der er lebt, hauptsächlich zur Weihnachtszeit (und gerne im Märklin-Maßstab 1:87) auf kleinen Holzplatten nachzubauen.
Was aber ist die Folgerung, wenn wir diesen Gedankengang konsequent in die Zukunft extrapolieren? Werden wir früher oder später in den kleinen Plastik-Wohnhäuschen auf unserer Modelleisenbahn Plastikmännchen dabei beobachten können, wie sie ein Modell der Modelleisenbahn bauen??? Mein lieber Scholli...
Oooops... zu spät hat Fränky erst entdeckt...
...wie toll der Bügel den Mast verdeckt!
Das war nix. Durch den Sucher und bei diesem Schummerlicht versagt jedes Frühwarnsystem... und vor lauter Konzentration auf den richtigen Auslösezeitpunkt hatte ich noch eine (mittlerweile elektrisch entfernte) Uhr in den rechten Bildrand ragen.
Geholfen hat alle Konzentration übrigens ebenfalls nix, denn abgedrückt habe ich etwa eine 20stel Sekunde zu spät - und da ich keine Serienbilder** schieße, existiert auch kein Backup.
Aber wisst ihr was? Mir gefällt die Dämmerungsstimmung dennoch unheimlich gut.
** warum eigentlich nicht? Die Erklärung ist einfach. Will man exakt einen bestimmten Moment verewigen, hilft die Serienbildfunktion sehr oft nicht weiter, denn von 5 geschossenen Aufnahmen sind in der Regel 3 völlig daneben, die vierte zu früh und die fünfte zu spät.

Wenn Frauen Fußball spielen...
...dann passt die Farbe des Lippenstifts** garantiert zum runden Leder.
Dieser Triebkopf widmet sich mithilfe einer ansprechenden Beklebung der FIFA Frauen Fußballweltmeisterschaft 2011.
Wie ich finde, ist der Anblick eine ganz tolle Gelegenheit, sich mal wieder über das ansonsten völlig lieblose, steril neutrale und gähnend langweilige Farbkonzept der DB zu ärgern.
Jedes Produkt lebt auch von einer ansprechenden Verpackung, die im Idealfall Begehrlichkeiten beim Kunden weckt. Ob die inneren (Produkt-)Werte dann auch halten, was sie versprechen, ist ein anderes Thema.
** im vorliegenden Fall vermutlich Nr. 21 aus der Red Passion Serie bzw. Rouge Pourpre YSL oder wahlweise Manhattan X-Treme Last & Shine Nr. 56.
Traurige Realität: aus Sparsamkeit am falschen Platz verzichten viele Frauen sowohl auf den Vibrant Curve Effect Lipgloss als auch auf den Lipfinity Color X-Pert Lipgloss aus dem Hause Ellen Betrix und verschenken damit bis zu 17% Schönheit.
DuskShotmedium - Doppelter Einsatz bei TAM
In deutlich blauer Stunde und mit deutlicher Verspätung (+45) kämpft sich der Doppeldiesel die Geislinger Steige hinauf.
Interessant: durch den Kurvenverlauf läßt der Abgasstrom den hinteren Teil des Zuges in (selbstverursachter) Unschärfe verschwinden.
Rom. Die Sonne brennt. Perfekter Schutz. Drei Wetter Taft.
Zwischenstopp in München. Es ist windig. Perfekter Halt. Drei Wetter Taft.
Final Destination Urspring. Keine Sonne und Windstille. Die Frisur ist dennoch am Arsch...
Was sich doch mit dem 85er Nikkor selbst unter den miserabelsten Licht- und Wetterbedingungen für ein Blödsinn anstellen läßt.

12. Dezember
60 Minuten am Schienenstrang und 3 tolle Überraschungen
Erster Akt: Brehms Tierleben
Eiskalt - Tauwetter - Eiskalt - Tauwetter. So präsentierte sich bisher die Wintersaison. Aktuell befinden wir uns am Ende einer wärmeren Periode, die in den Niederungen den meisten Schnee hat wegschmelzen lassen. Ein erneuter Kaltlufteinbruch lässt auch bei Gingen wieder erste Flocken fallen.
Diese widrigen Bedingungen scheinen die Zebra-Kombi-Kombination nicht zu stören, und mindestens 2 höherentwickelte (so Gott will) Säugetiere ebenfalls nicht.
An dieser Stelle viele Grüße an den unbeirrten Fotografenkollegen!

Zweiter Akt: Unbreakable
Leute Leute Leute, jetzt fängt es an zu graupeln. Mit etwas Glück hält das abgedichtete Magnesiumgehäuse, was der Hersteller verspricht.
Bei solch 'undurchsichtigen' Bedingungen greife ich ganz bewußt** zu kleineren Brennweiten, denn damit verringert man den Abstand zwischen Motiv und Objektiv, und fischt folglich weniger im Trüben.
Dank offenblendtauglichster Festbrennweite konnte man diese sehr lichtschwache Szenerie trotz 1/800s Belichtungszeit mit rauschfreien ISO 400 abspeichern.
Da standen wir also - die beiden unerschütterlichen Helden der Filstalfinsternis - und freuten uns über den tollen Fang. Gut zu sehen der nagelneue Stromabnehmer der 103 235-8. Der alte ging anlässlich eines Mißgeschickes völlig aus dem Leim. Weiterhin ist sehr gut zu erkennen, dass mein Stativ viel viel größer ist ;-)
** und nicht etwa, weil ich Künstler meine Objektivtasche zuhause vergessen hatte, dass das gleich mal klar ist!

Ein kurzer prüfender Blick auf den Antipol.
Komischerweise ließ sich aus Fahrtichtung Stuttgart während der gesamten Zeit 'nur' Bahnalltag blicken. Das ist überhaupt kein Beinbruch, denn ich fotografiere gerne das einfache Tagesgeschehen...
...und wie oft liest man in diversen Foren Sätze wie 'Ich könnte mir in den Allerwertesten beißen, dass ich damals nicht...'.
Andererseits sehe ich (bei etwa 25.000 begeisterten Digitalfuzzern) dieses Problem in heutigen Zeiten leicht abgeschwächt, was im Nachhinein verpasste Chancen betrifft ;-)

Aller guten Dinge sind 3!
...und so ist es nur folgerichtig, dass Goldie für einen gelungenen Abschluss dieser Session sorgte.
Jetzt aber mal ohne scheiss: kein Mensch glaubt ja wohl ernsthaft an solch einen Zufall. Tatsache ist, dass wir auf den TEE gewartet haben. Die beiden anderen Beigaben überraschten uns dennoch ungeplant.
Fast wie im richtigen Leben: ein guter Plan und eine Portion Glück führen oft zum Erfolg!

08. Dezember
Urzeitmonster in urzeitlicher Atmosphäre
Erneuter Grossalarm auf der Filstalbahn!
194 051-9 steht mit Benzol-Leerkesselwagenzug in TSU - lautete die Meldung, die jedes Eisenbahnerherz höher schlagen läßt. Weit weniger erfreulich dagegen folgende (nie veröffentlichte) Schlagzeile:
Frank sitzt im Büro. Auto in der Werkstatt beim Kundendienst. Kamera folglich sowas von außer Reichweite.
Naja... das war wohl nichts - aber wo Schatten ist, da ist auch Licht, denn Abfangjäger Bernd startete soeben mit aufmunitionierter Spitfire (oder war's eine Nikon?) von der Basisstation Amstetten(Württ.).
Trotz oder gerade wegen des schlechten Wetters gelang ihm ein unheimlich stimmungsvoller Abschuss. Die am Sättigungspunkt befindliche Luftfeuchtigkeit zauberte eine geradezu archaisch düstere Atmosphäre. Das perfekte Ökosystem für die erfolgreiche Reptilienaufzucht.
Bernd Becker stellte diese Aufnahme freundlicherweise zur Verfügung.

05. Dezember
Abschleppdienst
Was genau bedeutet nochmal 'TGV'?
Naja, lästern geht ja bekanntlich deutlich einfacher, als es besser zu machen. Vielleicht liegt es ja auch an den rauen klimatischen und schwäbischen Bedingungen, den vielen Kurven der KBS 750 und nicht zuletzt den ausgeprägten Steigungen und Gefällstrecken.
Wie auch immer: heute wird aus dem TGV ein TPV, und solange dieser Train a petite Vitesse mit solch wunderschöner Schützenhilfe unterwegs ist, kann zumindest der Fotograf diesem Schadensfall etwas positives abgewinnen.
Andreas Staudacher verlagerte seinen Blickwinkel am bekannten Motivstandort bei Reichenbach um einige Meter Richtung Norden. Damit gelang ihm ein ausgesprochen dynamischer Schnappschuss dieser seltenen (oder einmaligen) Konfiguration.
Andreas Staudacher stellt diese Aufnahme freundlicherweise zur Verfügung.

Das offizielle Eröffnungsbild für den Monat Dezember...
Experimenteller NightShot bei Gingen
Ich finde, das Winterhalbjahr ist farblos genug. Besonders die neblig trüben Inversionswetterlagen (umgekehrter Temperaturverlauf) sorgen beim Blick aus dem Fenster regelmäßig für eingeschlafene Füße (und Gesichtszüge).
Da kommt uns doch die Tatsache, dass sich die kalte Saison häufig eher dunkel gestaltet, gerade recht, denn dann sorgen künstliche Leuchtkörper für satte Farben.
Dieser ICE3 rast mit ungefähr 130 km/h durch den verschneiten Bahnhof. Selbst bei einer Belichtungszeit von 1/250 Sekunde lässt sich Bewegungsunschärfe nicht vermeiden, da beißt die Maus keinen Faden ab.
Immerhin setzt sich Burg Staufeneck auch in tiefer Nacht motivlich gut in Szene.

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