06. August
Aufgrund massiven Wetterschadens im Ländle erläutert uns heute Oberstudiendirektor Taft (Name von der Redaktion geändert) Sinn und Unsinn von Serienbildaufnahmen anhand einer Fotografie aus dem Fundus.
Der Titel des Bildes wurde mit Bedacht gewählt, denn kaum 6 Wochen nach Sonnwende geht es lichttechnisch abends um 20 Uhr schon wieder deutlich enger zu. Im vorliegenden Fall bleibt, will man die Front in der Sonne festhalten, ein sinnvoller Spielraum von etwa 3 Metern...

Angenommen, der Zug bewege sich mit 100 km/h, dann legt er pro Sekunde eine Wegstrecke von etwa 30 Metern zurück. Unser 'Spielraum' wird folglich in einer Zehntel durchwandert.
Wollen wir den Abschuss auf den Meter genau antragen (Jägersprache), dann bleibt uns dafür eine gemütliche Dreißigstel, um fliegen und das Stück im Knall fallen zu lassen (schon wieder Jägersprache - nicht zu verwechseln mit dem dazugehörigen Latein).
Das bedeutet im Umkehrschluss, daß eine Kamera 30 Bilder pro Sekunde schaffen müsste, um mit Sicherheit(!) einen Volltreffer in der Salve zu landen.
Hmmm... noch ein wenig mehr umkehrgeschlossen sind die heutigen Kameras also immer noch 3-6 mal zu träge.
Es hilft also auch in absehbarer Zeit nur üben, üben, üben (und ein wenig Deppenglück).
Herzlichst
Ihr Oberstudiendirektor Taft
Wenn ich eingangs von Wetterschaden sprach, dann ist das durchaus ernst gemeint.
Hier der Beweis: Bahnhof Geislingen abends um....
...Mist, Uhrzeit vergessen...
04. August
Verglichen mit gestern zeigt sich der Himmel heute deutlich weniger farbenfroh.
Immer wieder schieben sich Cirren über die Cumuli humilis. Naja, was solls...

Dennoch zeigten sich genug Wolkenlücken, um den Blick nach Westen in's untere Filstal mit herrlichem Sonnenschein auszuschmücken.
Hier schauen wir dem Örtchen Gingen(Fils) ganz frech auf die Dächer und 185 193-0 in die Kisten.

Das heutige Experimentalbild: Transcereales

Aus der Reihe: Ungerechtigkeiten, auf die wir gerade noch gewartet haben!
Während unsereiner nur unter großen Mühen zu entsprechenden Ausblicken gelangt, haben es die Kollegen ein paar hundert Meter hangaufwärts äusserst gemütlich (Strom deaktiviert vorausgesetzt).

Na DAS ist doch mal ein dickes Ding, oder nicht?
Um 10:48 Uhr tauchte 211 031-0 von Gingen her kommend im Kurvenbogen auf...
...bestückt mit einem Wagenpark, der mich stark an die 'Täleskätter' auf der ehemaligen Nebenstrecke Geislingen-Wiesensteig erinnerte (diese führte ca. 100m entfernt am Haus meiner Eltern vorbei).
Im vorliegenden Fall jedoch blicken wir auf einen Leerreisezug nach Mindelaltheim. Dort erfolgte der Zustieg der kirchlichen Jugend(zeltlager)gruppe zur Fahrt nach Moosach.
Unabhängig von allem folgender Gedankengang:
Die Einführung von 'Ozeanblau-Beige' stieß bei den wenigsten auf Begeisterung. Heute freue ich mich riesig über diese farbliche Abwechslung. Wird in 20 Jahren 'Verkehrsrot' für ähnliche Jubelstimmung sorgen?
03. August
Jede Medaille hat eine Kehrseite, und jedes Tiefdruckgebiet hat eine Rückseite.
'Uschi' von hinten? Ein Anblick der, wie ich finde, zum Verweilen einlädt, kicher kicher.
Zurück zum Ernst des Lebens. Die Prüfungsaufgabe zum Bild:
Beurteilen Sie die Wahrscheinlichkeit, mit welcher ein Fotograf am vorliegenden Standort einen Zug im Sonnenlicht festhalten kann.

Lösung:
- Ergebnis lt. statistischer Berechnung = 42,8 %
- Ergebnis lt. Lebenserfahrung = 18,3 %
Wie hoch mag dann erst die Wahrscheinlichkeit sein, einen aussergewöhnlichen Zug in voller Sonne zu erwischen?
Richtig, nahe Null, eher noch weniger.
Aber alles halb so wild. Im vorliegenden Fall hilft das durch Cirren gedämpfte Sonnenlicht sogar produktiv, einen Lichtfraß an der gepflegten 139 310-7 zu verhindern. Darüber hinaus werden die Nachteile des Hochlichts abgefedert.
Schön sieht sie aus, oder nicht?

DB Schenker zeigt hier ein (zumindest für mich) neuartiges Transportmedium.
Innofreight steht für modulare Gütertransport- und Logistiksysteme mit dem Ziel, für den Kunden effiziente und kostenkünstige Lieferkonzepte anbieten zu können.
(Wer meint, das liest sich wie aus einem Werbeprospekt, hat recht!)

02. August
Tiefdruckgebiet Uschi sorgt für eine tolle und stimmungsvolle Szenerie...
...minütlich wechselnde Licht- und Wetterverhältnisse machen allerdings dem Fotografen das Leben schwer.
Wie am hintersten Bergrücken deutlich zu erkennen ist, nähert sich mal wieder ein Regenschauer.

Meine persönliche Stimmung ist allerdings weit weniger romantisch.
Die frisch lackierte Class66 kam mit ungefähr +90 des Weges - gerade dann, als ich am Aufbrechen war und auf der falschen Seite stand. Prima und herzlichen Dank ;-)
Die goldene Himbeere 2010 gewinnt dieses Bild unter anderem in der Disziplin...
In den +90 Minuten kam dafür 1142.579-0 als Lz durch den eigentlich für den Class66-Ganzzug vorgesehenen Bildausschnitt gerollt. Das passte hinten und vorne nicht. Nochmals prima und herzlichen Dank ;-)
Die goldene Himbeere 2010 gewinnt dieses Bild unter anderem in der Disziplin...
Tja, solche Tage gehören zum Geschäft, und ich finde, ein Weltuntergang sieht anders aus. Verbissenheit steht einem Hobby denkbar schlecht zu Gesicht.
01. August
Das offizielle Eröffnungsbild für den Monat August:
Höher als die Albhochfläche
Naja, nicht ganz.
Wir beobachten diverse Fortbewegungsmittel von Halzhausen kommend bei der Fahrt in Richtung Westerstetten. Die Krähe hält sich mal wieder nicht an den gewünschten Bildinhalt und flattert rechtwinklig zur Vorgabe.
Das Gelände steigt hinter Westerstetten in Richtung Vorderdenkental nochmals spürbar an, denn auch die Alb hat ihre Tälchen...
...insofern fühle ich mich hier am Standort nicht völlig fern der Heimat *ggg*
Letztendlich gilt aber:
Nur wo Filstal draufsteht, ist auch Filstal drin.
Am sehr späten Abend treffen wir 120 135-9 am alten Bahnwärterhaus bei Salach .

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