2011 Mai Teil 2

05. Mai 2011

Querulanten-EKOL

Also man darf doch mal bitten! So geht es ja wirklich überhaupt nicht!

Völlig asymmetrische Bildaufteilung, den Zug abgeschnitten, einen Nachschuß gesetzt, unwichtige Elemente bildbestimmend platziert, klammheimlich 16 Blenden Dynamik eingebaut und zu guter letzt in der Titulierung die Schuld an allem dem EKOL in die Schuhe geschoben...

...der Querulant ist hier wohl eher hinter dem Sucher zu finden ;-)

Aufnahme zu fortgeschrittener Abendstund' an der Nassachtalbrücke

 

 

Wir schießen nur auf Beine**

You're in the army now  (Bolland & Bolland 1981) habe ich andauernd im Kopf (und bekomm's nicht wieder weg), wenn ich dieses Bild betrachte.

Da dem überwiegenden Teil der Leser bekannt sein dürfte, wie eine 185erDT ausschaut, lassen wir diese heute ganz entspannt aus dem Bild rollen und halten das Wesentliche fest.

Das Personal zu den hier gezeigten Fahrzeugen befindet sich am Zugende in den Was sind das eigentlich für komische graue Wagen mit so grünen Türen...

...und studiert man die dort hinter den trüben Fenstern erkennbaren Gesichter, lässt sich zusammenfassend festhalten: Begeisterung geht aber auch anders! Sicher liegt's an der ausgefallenen Klimaanlage ;-)

** Steißbeine, Nasenbeine, Brustbeine

 

 

 

03. Mai 2011

Siemens Velaro D - die neue Dimension der Traurigkeit?

Kaum befindet sich Baureihe 407 auf Überführungsfahrt, schon zaubert Rico mithilfe tief hängender Bewölkung einen buchstäblich atmosphärisch dichten Abschuss. Herzlich Dank dafür, Rico!

Über das denkwürdige Design werde ich mich in der 'dilettantischen Recherche' (siehe unten) auslassen, deshalb an dieser Stelle ein paar Fakten:

Die Folgegeneration des ICE3 ist erstmals komplett in Eigenregie im Hause Siemens entstanden, wobei auf Basis einer Plattform Varianten für die spezifischen Anforderungen der Kundschaft in aller Herren Länder gebaut werden.

Ebenso wie beim ICE3 konzentriert sich der Antrieb nicht in Triebköpfen, sondern wird 'entlang des Zuges' verteilt. Dies bringt deutliche Traktionsvorteile. Warum eigentlich?

Hierzu ein amüsanter Schwenk ins Hundereich. Gert Haucke, ausgewiesener Hundenarr, schrieb in seinem Buch 'Hund aufs Herz' sinngemäß folgendes:

Niemand kann einen losstürmenden Hund halten, wenn dieser schwerer ist als das Herrchen. Ich habe bei dieser Gelegenheit schon Menschen waagerecht in der Luft schweben sehen. Handtasche, Schuhe und Hund explodierten in verschiedene Richtungen ;-)

Übertragen wir dieses physikalische Grundprinzip auf den Velaro, bedeutet das folgendes:

Kein auf simpler Reibung basierender Antrieb kann mehr Kraft auf die Schiene übertragen, als Gewichtskraft auf die jeweilige Achse einwirkt. Da man die Achslast nicht ins Unendliche steigern kann und darf, verbaut man deshalb viele Fahrmotoren mit relativ geringer Antriebskraft über den kompletten Zug verteilt.

Dies steigert die Traktion enorm und schont gleichzeitig den Oberbau.

 

Die dilettantische Recherche  oder  Tribut an Loriot

Schande über die Designabteilung? Mitnichten...

...denn was auf den ersten Blick wie der Inbegriff in Form gepresster tiefer Depression erscheinen mag, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als geniale Reminiszenz an Bernhard Victor Christoph von Bülow, besser bekannt als Vicco von Bülow, und allseits bekannt als 'Loriot'.

In seinen auf das wesentliche reduzierten und extrem spärlich animierten Cartoons zerpflückt Loriot die menschlichen Eigenarten regelmäßig bis auf den letzten Stengel. Zum brüllen!

Reduzieren wir nun die Formensprache des Velaro D in gleicher Art und Weise auf das wesentliche, wird sofort klar, woher der Wind weht: besser kann man den legendären Figuren Loriots nicht huldigen!

Und noch eines ist klar: diese Assoziation wird die Baureihe 407  - zumindest bei mir - nie wieder los ;-)

 

 

 

02. Mai 2011

What time is it?

Diese Frage kann selbstverständlich nur sinnbildlich gemeint sein, denn an der schieren Uhrzeit mangelt es am Standpunkt (Bahnhof Salach) nicht im allergeringsten.

Die Antwort kann deshalb nur lauten: genau die richtige Zeit für einen überaus stimmungsvollen DuskShot!

Auch unter diesen schwierigen Lichtverhältnissen kann man locker im JPG-Format arbeiten. Wie kann das sein?

JPG wird unterschätzt. Selbstverständlich hört sich 8-Bit Farbtiefe erbärmlich an, aber diese Farbtiefe liegt für jeden Farbkanal vor. Insgesamt lassen sich also im JPG 28 x 28 x 28 = 16,7 Mio Farben darstellen. Das sollte genügen.

Gerade zur Dämmerzeit vernichtet bspw. Bildrauschen die Möglichkeiten sämtlicher(!) Aufnahmeformate um Grössenklassen(!), und es ist offenbar kaum in letzter Konsequenz bewußt, dass folglich optimierte Aufnahmebedingungen für ein gelungenes Resultat um Grössenklassen gewichtiger zu bewerten sind als sämtlich weiteres nachgelagerte Geplänkel.

Aufnahme mit 1/400s und F2,2 um 20:33 Uhr oder so ;-)

 

 

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